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Kontemplationsgruppe

Stille ist ein Schweigen,
das dem Menschen Augen und Ohren
öffnet für eine andere Welt.
(Serge Poliakoff)

Das kontemplative Gebet folgt den Spuren der christlichen Mystik. Es führt zu einer vertieften Wahrnehmung des göttlichen Geheimnisses in uns. Zwei Einheiten von je zwanzig Minuten Sitzen in der Stille sind unterbrochen von meditativem Gehen durch den Kirchenraum. Dies ist ein fortlaufendes und offenes Angebot für Menschen, die Kraft aus der Stille suchen.

Was ist Kontemplation? Lesen Sie hier weiter

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bequeme, warme Bekleidung und Socken sind empfohlen.
Die Kontemplationsgruppe wird geleitet von Pfarrerin Marika Kober, Lilly Mettler und Edith Hofmänner. Kontakt und Information bei Pfrn. M. Kober, 044 364 69 12, Mail

Die Kontemplationsgruppe trifft sich in der Regel an zwei Montagen im Monat, von 19.30–20.30 Uhr im Chor der reformierten Kirche Höngg.

Die nächsten Daten sind: (Alle Daten hier)

7. und 21. Mai

4. und 18. Juni

2. Juli

20. August

3. und 17.September

Was ist Kontemplation

Manchmal werde ich gefragt: „Was ist Kontemplation?“ Ich möchte kurz versuchen darauf zu antworten. Kontemplation kommt aus dem Lateinischen „contemplare“, das bedeutet etwas beschauen, von allen Seiten versuchen dieses Etwas zu erfassen. Wie ist es? Was ist es? Wozu ist es? Doch bei der Kontemplation ist dieses gegenwärtige Etwas unsichtbar und unfassbar, es entzieht sich, es lässt sich mit dem Blick nicht einfangen und festhalten. Es lässt sich auch nicht durch geformte Worte vernehmen. Es ist ein inneres, geheimnisvolles Gewahrsein von dem, was da ist. Denn es ist da!
Im lateinische Wort „contemplare“ stecken wiederum zwei Wörter, nämlich „con“ das heisst „mit“ und „templum“, das heisst „Tempel“. Also heisst Kontemplation auch „zusammen im Tempel sein.“ Wenn wir von dem ausgehen, was der Apostel Paulus sagt, nämlich, dass wir Menschen der Tempel des lebendigen Gottes sind, heisst Kontemplation: Inne Werden, dass es in uns einen heiligen Raum gibt, einen Raum, in dem Gott wohnt. Die Kontemplation führt hinein in diesen innersten Raum und lässt uns darin eine Zeitlang still verweilen und zur Ruhe kommen.
Wenn wir nun beide Bedeutungen von Kontemplation zusammenfügen, so heisst Kontemplation schauend und lauschend in diesem heiligen Tempel sein, ohne die Absicht etwas Bestimmtes zu sehen oder zu hören, sondern in der Stille wahrnehmend, was da in uns anwesend ist. Es ist etwas Heiliges, das uns reinigt und klärt und langsam hin zum Ebenbild Gottes und zu mehr Mitmenschlichkeit verwandelt.
Im kontemplativen Gebet öffnen wir uns schweigend dieser Erfahrung der Gnade und des Friedens von Gott.